Kaffeekränzchen in Salzburg
Ein gemütliches Kaffeekränzchen in Salzburg bot unseren Personenbetreuerinnen und der Regionalleitung Zeit für persönliche Gespräche, Austausch und ein schönes Miteinander.
Warum fühlen sich viele pflegende Angehörige erschöpft – obwohl sie aus Liebe helfen?
Viele Menschen übernehmen Pflege zu Hause für einen Elternteil, Partner oder nahestehenden Menschen. Sie organisieren Termine, helfen im Alltag und tragen Verantwortung. Und trotzdem entsteht mit der Zeit manchmal ein stilles Gefühl von Erschöpfung. Viele pflegende Angehörige fragen sich: Wo bleibt meine eigene Kraft?

Die Überforderung pflegender Angehöriger entsteht oft schleichend. Viele Betroffene bemerken erst spät, wie sehr die Verantwortung und die ständige Verfügbarkeit ihre eigenen Kraftreserven beanspruchen.
Pflege zu Hause: Was bedeutet das eigentlich?
Pflege zu Hause bedeutet, dass eine pflegebedürftige Person im eigenen Haushalt betreut wird – meist durch Angehörige oder nahestehende Menschen. Sie übernehmen dabei viele Aufgaben im Alltag, zum Beispiel Unterstützung bei der Körperpflege, Organisation von Arztterminen oder Hilfe im Haushalt.
Wie viele Menschen in Österreich Angehörige pflegen
In Österreich kümmern sich sehr viele Menschen um die Betreuung eines Familienmitglieds. Laut Sozialministerium sind rund 947.000 Menschen in die Pflege oder Betreuung eines Angehörigen eingebunden. Etwa 801.000 davon unterstützen ihre Angehörigen direkt zu Hause.
Gleichzeitig werden rund 70 bis 80 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen in Österreich im eigenen Zuhause von Angehörigen oder nahestehenden Personen betreut.
Warum Pflege emotional fordernd sein kann
Die Pflege eines Angehörigen ist für viele Menschen eine Herzensangelegenheit. Sie bedeutet Nähe, Verantwortung und den Wunsch, für einen geliebten Menschen da zu sein.
Gleichzeitig kann diese Aufgabe auch emotional belastend sein. Viele pflegende Angehörige stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück und haben wenig Zeit für Erholung.
Genau darin liegt häufig die Ursache für eine Überforderung. Wer über einen längeren Zeitraum kaum Pausen hat und die eigenen Bedürfnisse hintenanstellt, läuft Gefahr, körperlich und emotional an seine Grenzen zu gelangen.
Typische Anzeichen von Überforderung in der Pflege
Wie Sie im Pflegealltag neue Kraft schöpfen können
Mini-Pausen bewusst einplanen
Kleine Pausen können helfen, neue Energie zu sammeln. Ein kurzer Spaziergang, eine Tasse Tee oder ein Gespräch mit einer vertrauten Person können im Alltag wichtige Atempausen sein.
Unterstützung annehmen
Viele Angehörige glauben, sie müssten alles alleine schaffen. Dabei kann Unterstützung im Alltag sehr entlastend sein. Schon wenige Stunden Freiraum pro Woche können helfen, neue Kraft zu schöpfen und einer Überforderung vorzubeugen.
Gerade in besonders herausfordernden Zeiten können Angebote wie eine Kurzzeitbetreuung oder eine Urlaubsvertretung eine wertvolle Entlastung sein. Sie ermöglichen pflegenden Angehörigen eine dringend benötigte Pause, während die Betreuung weiterhin zuverlässig sichergestellt ist.
Welche Unterstützung es bei Pflege zu Hause gibt
Concorde Business Park 1
B3/30, 2. Stock
A-2320 Schwechat
Tel: +43 1 33 67 000
Montag- Donnerstag: 08:00-17:00
Freitag: 08:00- 14:00
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